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30.11.2016

Via Dinarica - 1300 Kilometer durch die Berge des Balkan 11/ Bosnien/ Wölfe



Früh am nächsten Morgen erreiche ich das Ufer des Busko jezero, eines in den 70' er Jahren entstandenen Stausees. Noch ist kein Mensch weit und breit zu sehen, daher nutze ich die Gelegenheit zu einem Bad in dem angenehm warmen Wasser.

24.11.2016

Via Dinarica - 1300 Kilometer durch die Berge des Balkan 10/ Kroatien/ vom Dinara nach Bosnien



Bevor ich am nächsten Morgen weiter in Richtung des Dinara Berges wandere, unternehme ich noch einen Abstecher zur größten Sehenswürdigkeit Knins. Von der riesigen Festung, die etwa 100 Meter über dem Stadtzentrum aufragt, hat man einen guten Ausblick über die Stadt zum noch weit entfernt aufragenden Klotz des Dinara.

19.11.2016

Via Dinarica - 1300 Kilometer durch die Berge des Balkan 9/ Kroatien/ nach Knin



Als ich am nächsten Morgen aufwache, turnen Siebenschläfer noch immer ganz in meiner Nähe herum. Ich bin jetzt davon überzeugt, dass sie die Quelle der merkwürdigen Geräusche sind, die ich schon häufiger nachts gehört habe.
Der weitere Weg in Richtung des Crnopac Gipfels ist ein abenteuerlicher Steig, auf dem man an etlichen Stellen etwas klettern muss. Auch hier sind einige Abschnitte durch Drahtseile entschärft, dennoch ist der Weg nicht ganz einfach. Dafür entschädigt die wahnsinnig zerklüftete Felslandschaft, in der sich einzelne Bäume behaupten. Es gibt hier auch Höhlen und unheimliche, bodenlos erscheinende, dunkle Schächte.

16.11.2016

Via Dinarica - 1300 Kilometer durch die Berge des Balkan 8/ Kroatien/ Paklenica



Während ein Pirol seine exotischen Laute erklingen lässt, starte ich wieder bereits früh am nächsten Morgen. Wie immer beim Wandern ist meine Laune ausgezeichnet. Ich freue mich auf jeden Kilometer!
Auf den Pfaden der Pferde wandere ich weiter durch das breite Tal. Fast könne ich mich in die mongolische Steppe zurück versetzt fühlen! 

13.11.2016

Via Dinarica - 1300 Kilometer durch die Berge des Balkan 7/ Kroatien/ Velebit



Am Morgen ist es zunächst zwar noch leicht bedeckt, aber mit 12 Grad ist es schon wesentlich wärmer und es verspricht ein schöner Tag zu werden!
Die Premuzicewa Staza endet in Baske Hostarije dafür folge ich heute meist dem roten V des Velebit Wanderweges. Offene Höhenrücken, Flächen mit Gebüschen und immer wieder Täler mit unberührt wirkendem tollen Buchenwald wechseln sich ab, weshalb der heutige Wandertag sehr abwechslungsreich ist.

09.11.2016

Via Dinarica - 1300 Kilometer durch die Berge des Balkan 7/ Kroatien/ Die Bora

Gegen Morgen erschüttern heftige Windstöße mein Zelt. Als sich der Wind zu einem Sturm auswächst, fürchte ich, dass mein kleines Zelt den Gewalten nicht stand hält. Daher baue ich es rasch ab, dabei ist es gar nicht so einfach zu vermeiden, dass alles weg weht. 
Ich kann es kaum glauben, mein Thermometer zeigt lediglich noch 2 Grad Celsius an! Das heißt, dass die Temperatur um fast 30 Grad seit gestern Nachmittag gefallen ist!
Um 6 Uhr werden die anderen Leute in der Hütte gerade wach. Dennoch halte ich es für das Beste, hier in dem geschützten Gebäude erst einmal abzuwarten...
Als die Kroaten sich langsam zu mir an den Tisch gesellen, gibt es auch schon den ersten Slivowitz des Tages!
Gegen sieben habe ich den Eindruck, dass der Regen etwas nachlässt, und gehe unter der Verwunderung der Anderen los. Trotz Fleece, Primaloft und Regenjacke ist es nicht gerade kuschelig. Gut, dass ich Handschuhe dabei habe!
Im Gegensatz zu gestern, führt die Premuziceva Staza zunächst kaum durch offenes Gelände. Im Wald braust der Sturm zwar auch und der Regen schafft es, mich trotz schützender Kleidung bald zu durchnässen, aber immerhin bekomme ich nicht die volle Kraft der Böen zu spüren! 
Bereits gegen 10 Uhr erreiche ich die schützende Hütte Alan. Kresco, der Angehörige des Bergclubs, dem das Anwesen gehört, d heißt mich willkommen und ich kann meine nassen Sachen am Ofen trocknen. Es ist recht gemütlich und während ich eine heiße Suppe löffele, erfahre ich, dass der Bora- Sturm hier meistens mindestens einmal im Monat weht. Im Winter ist die Bora stärker, bringt viel Schnee und hält länger an. Der mit dem Sturm verbundene Temperaturabfall ist in der kalten Jahreszeit in Verbindung mit dem Windchill ziemlich gefährlich!
Kresco war Buchrestaurator und hält sich hier zur Zeit mit seiner etwa 30-jährigen Tochter auf. Irgendwann tauchen zwei weitere kroatische Gäste auf, die das Frühstück auch mit Schnäpsen würzen. Interessante Sitten hier...
Später gesellen sich noch drei dänische Studenten dazu, die auch in Alan übernachtet haben.
Gegen Mittag hat der Regen aufgehört und ich will es wagen, weiter zu laufen. Zunächst funktioniert das auch recht gut, aber bald gelange ich an eine ausgedehnte Freifläche die zum Meer hin abbricht. Als der Pfad in die Nähe der Kante führt, kann ich gegen den Sturm keinen Meter mehr weiter laufen! Noch nie in meinem Leben habe ich Orkanböen dieser Stärke erlebt, die sicher eine Geschwindigkeit von um die 200 Stundenkilometer aufweisen. Die Dänen, die mir gefolgt sind, kommen auch nicht weiter. Mit Mühe kämpfe ich mich zu ihnen und schlage vor, weiter abseits des Weges, etwas weniger ausgesetzt, durch die offenen Flächen zu laufen. Zunächst läuft die Gruppe auch hinter mir her, aber beschließt schon nach Kurzem den Rückweg nach Alan anzutreten...

Durch die Bora